Rasenflächen für die Artenvielfalt – die Rasen-Revolution
So heißt der Vortrag, den die Grünplanerin, Autorin und Diplom-Biologin Ulrike Aufderheide am 27. März um 19 Uhr online hielt und zu dem der BUND KV Waldeck-Frankenberg alle Interessierten herzlich einlud.
Mit Rasen die biologische Vielfalt fördern – wie ist das möglich ?
Die Referentin zeigt, dass Rasenflächen sehr viel besser sind als ihr Ruf – vorausgesetzt, sie werden naturnah angelegt, entwickelt und gepflegt.
Wer Freude hat an der Pracht einer bunten Blumenwiese nach der Art der Heuwiesen und an ihrem summenden und zirpenden Leben in seinem Garten oder auf seiner betrieblichen Fläche, nimmt in Kauf, dass dieses Paradies kaum betreten wird. Ein Weg hindurch hilft, zu schauen.
Für alle, die auf dem Rasen gelegentlich spielen, herumlaufen oder auch einmal lagern möchten, bietet sich eher die Anlage eines Blumenkräuterrasens an. Seine Pflanzenarten werden nicht so hoch wie die Arten der Heuwiesen, vertragen eher Schatten und einen häufigeren Schnitt. Mit Trockenheit kommen sie gut zurecht.
Allen naturnahen Rasen gemeinsam ist, dass ihre wilden Kräuter zahlreiche an sie angepasste Tiere, vor allem Insekten, anlocken, die wiederum Nahrung für weitere Tiere sein können.
Rasenflächen und Artenvielfalt sind kein Widerspruch. Auf das Wie kommt's an – bei Anlage und Pflege. Direkt vor unserer Haustür, rund um unsere Schule oder unseren Betrieb haben wir die Chance, Artenvielfalt nachhaltig zu fördern und uns daran zu erfreuen.